Videoinstallation Rúrí Aqua - Silence in Rahmen von OSRAM Art Projects

OSRAM ART PROJECTS - SEVEN SCREENS
Rúrí: Aqua – Silence
Videoinstallationen auf LED-Screens

22. April bis 9. November 2009
Wellen im Ozean, Wasserfälle und Gletscher — Eindrucksvolle Bilder stehen im Zentrum der neuen Videoinstallation auf den SEVEN SCREENS in München. Aqua – Silence ist eine feinfühlige Video-Choreographie der isländischen Künstlerin Rúrí, die von den vielfältigen
Erscheinungs- und Bedeutungsformen des Wassers inspiriert ist.

Aus Wasser wird Kunst

Islands international bekannte Künstlerin Rúrí befasst sich in ihren Werken schon seit Jahren eingehend mit den Bereichen Wasser und Umwelt. In der Videoarbeit Aqua – Silence auf den SEVEN SCREENS zeigt die Künstlerin Wasser in seinen verschiedenen Erscheinungsformen und analysiert das labile Verhältnis zwischen Natur und Mensch. Die Bilder tragen die spirituelle Bedeutung des Wassers, die kulturübergreifende Verknüpfung mit Leben und die Vorstellung von
Unendlichkeit, die dem Medium innewohnen, in sich.
Die siebte Bespielung für die SEVEN SCREENS im Rahmen der OSRAM ART PROJECTS ist eine komplexe Videoarbeit, die das öffentliche Bewusstsein auf das Thema Wasser lenkt und die Wirkung von Wasser in allen Lebensbereichen verdeutlicht. Die Installation, hat nur ca. 200 Meter von der Isar entfernt, — dem Fluss, der die Geschichte und Kulturgeschichte Münchens geprägt hat — einen idealen Standort gefunden.
Rúrí bezeichnet sich selbst nicht als politische Künstlerin, doch sind gesellschaftliche und ökologische Themen Grundlage ihrer Werke. Es sind immer ethische Werte, die den Kern der Arbeit bilden. So ist die Neubespielung der SEVEN SCREENS eine Hommage an die
lebensnotwendige Ressource Wasser.


2003 wurde Island von der renommierten Künstlerin mit der Präsentation des Archive – Endangered Waters auf der Biennale in Venedig vertreten. Für das visuell-akustische Kunstwerk
Archive – Endangered Waters portraitierte Rúrí bedrohte Wasserfälle und präsentierte diese in einer multimedialen Installation. Mit der Archivierung der bedrohten Gegenwart nahm sie damals bereits mahnend die Geschichte vorweg. Die Künstlerin hat mit der Präsentation auf der Biennale der Weltöffentlichkeit ein sensibles Thema vor Augen geführt. Seitdem fungiert Wasser als Grundlage ihrer Arbeiten. Ihre konzeptuell-lyrische Kunst - oftmals mit isländischem Ursprung, doch stets mit globaler Perspektive -
kann als Seismograph der gesellschaftlichen Befindlichkeit gesehen werden.

Rúrí

Rúrí, geboren 1951 in Reykjavik, Island studierte am Icelandic College for Arts and Crafts, Reykjavík und an De Vrije Academie, Den Haag. Mehrere Auslandsaufenthalte führten sie u.a. nach Kanada, Frankreich, Bosnien-Herzegowina, Kroatien und China. Sie erhielt zahlreiche
Stipendien und Auszeichnungen. Zuletzt vom isländischen Präsidenten den „Knight’s Cross of the Order of the Falcon“ und wurde vom Sequences-Festival als „honorary artist“ (2008) gewürdigt. Zahlreiche ihrer öffentliche Werke finden sich in Island, Italien und Finnland, andere in privaten und öffentlichen Sammlungen wie dem Museum of Modern Art (New York, USA), dem Henie-Onstad Art Center (Hovikodden, Norwegen) oder der National Gallery of Iceland. In
München war die Künstlerin 2008 mit einer Raum-und Klanginstallation in der Lukaskirche bereits im Oktober 2008 zu Gast. 2003 repräsentierte sie mit dem isländischen Pavilion ihr Heimatland
auf der Venedig Biennale.

Die OSRAM ART PROJECTS integrieren neben der GALLERY und der COLLECTION seit November 2006 die SEVEN SCREENS. In Letzteren wird mit Hilfe modernster LED-Technologie das Anliegen des Unternehmens realisiert, Licht und Kunst in Verbindung zu bringen. Leiter der OSRAM ART PROJECTS und Kurator der SEVEN SCREENS ist der Kunstwissenschaftler Dr. Christian Schoen.

siehe auch: www.osram.de/art/sevenscreens

Eröffnung: Dienstag, 21. April 2009, 19.00 Uhr
Ort: OSRAM GmbH, Hellabrunner Straße 1
81543 München



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