Pelléas Mélisande mit Herdís Anna Jónasdóttir

„Die Handlung changiert zwischen psychologischem Kammerspiel, Gruselmärchen, Liebesdrama – merkwürdige Todesfälle ereignen sich in einer Familie, die niemand durchschaut. Ihr Schloss, der Wald und das Meer umgeben alle Figuren unausweichlich und scheinen mit zu morden. Das Gefühl der Undurchschaubarkeit des eigenen Lebensraum deckt sich mit unserem Lebensgefühl in Berlin. Debussy versteht es mit Hilfe seiner Musik und eines fantastischen Librettos, zärtliche wie schockierende Beziehungen zwischen Menschen zu zeigen – und mitten drin ein Kind, das unter diesen völlig allein gelassen in die Welt hineinwächst, so wie einst seine Eltern. Wir alle erleben Menschen, die ihre Einsamkeit, Wut und Ohnmacht in dieser Welt unterdrücken, verstecken und in Beziehungen zu anderen Menschen kompensieren. Diese unerträglichen Gefühle werden letztlich weitergegeben an die Kinder und Kindeskinder. Dies ist das Drama von Pelléas und Mélisande - und auch unseres. Was erwartet unsere Kinder? Unsere Inszenierung versetzt sich in diesen Konflikt, entwickelt Bilder von möglichem Glück und fordert Veränderung.“ Miriam Salević

Nach ihrer Version von Wagners Parsifal zeigen Miriam Salević und Emily Laumanns ein weiteres Hauptwerk der Opernliteratur – bei der Uraufführung 1902 ein Skandal – in einer emotionalen wie experimentellen Sicht.

Mit: Martin Gerke als Golaud, Herdís Anna Jónasdóttir als Mélisande, Roman Lemberg als Yniold, Lars Ivar Nordal als Pelléas.

Aufführungen: 17., 20., 24., 25. September, 1., 3., 4., 8-11. Oktober

Veranstaltungsort: Neuköllner Oper e.V., Karl-Marx-Str. 131-133, 12043 Berlin

www.neukoellneroper.de

Sondervorstellungen am 14. und 16. Oktober um 20 Uhr

Veranstaltungsort: Club Berghain, Am Wriezener Bahnhof, 10243 Berlin

www.berghain.de



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