29.06.2012

"ManMade Environment - Neue nordische Landschaftsarchitektur" - Ausstellung in den Nordischen Botschaften vom 16. Juli bis 28. August

Bei der Landschaftsarchitektur – das zeigt die Ausstellung MANMADE ENVIRONMENT anhand von Projektbeispielen aus den Nordischen Ländern – geht es längst nicht mehr allein um Ästhetik. Immer wichtiger wird ihre Rolle für nachhaltige Stadtentwicklung und großflächige Projekte; wird sie strategisch und überlegt eingesetzt, kann sie Gesundheit und  Lebensbedingungen von Stadt- und Landbewohnern verbessern.

Im Zentrum der Ausstellung stehen alternative und interdisziplinäre Planungsmethoden sowie Strategien für einen verantwortungsvollen Umgang mit natürlichen Ressourcen. Know-how und neueste Technologien verbinden sich hier mit einem Bewusstsein für regionale Eigenheiten, Kulturen und Identitäten.

Landschaftsarchitekten sind heutzutage vielfältig gefragt, ihr Arbeitsspektrum reicht von groß angelegten Regionalprojekten bis hin zur Entwicklung urbaner Räume, seien es industrielle, kommerzielle oder institutionelle, Erholungs- oder Wohngebiete. Ihre ganzheitlichen, sukzessiven und strategischen Methoden basieren auf einem tiefen Verständnis natürlicher Systeme und ihrer Wechselwirkung mit dem Menschen. Moderne geplante Landschaften reagieren sensibel auf die Umwelt, sind regenerativ, senken den CO2-Ausstoß, reinigen Luft und Wasser, erhöhen die Energieeffizienz, erhalten Lebensräume oder stellen sie wieder her; sie nutzen oder bewahren inhärente Potentiale und schaffen Mehrwert durch ökonomische und soziale Verbesserungen.

Die Ausstellung MANMADE ENVIRONMENT zeigt Beispiele, die diese wichtigen Entwicklungen und Tendenzen im Diskurs der Landschaftsarchitektur illustrieren. In langjähriger und enger Zusammenarbeit mit den Kuratoren nordischer Partnerinstitutionen wurden die unterschiedlichsten Projekte zusammengetragen. Beleuchtet werden sowohl ganz allgemeine, als auch spezifisch nordische Fragestellungen – etwa großflächige Neugestaltungen urbaner Räume, die Einbindung von Verbrauchern, die Sanierung von Stadtteilen, deren Funktion sich verschoben hat, die Entwicklung neuer Infrastrukturen sowie der Rückbau, bzw. die Erhaltung natürlicher Landschaften. Die Projekte verbinden dabei politisches Denken mit ökologischen Gegebenheiten und setzen Regierungsentscheidungen in die Praxis um.

Die Ausstellungstexte sind in englischer Sprache verfasst. Der ebenfalls englischsprachige Katalog zur Ausstellung ist im Felleshus erhältlich.


MANMADE ENVIRONMENT ist eine gemeinsame Ausstellung des Dänischen Architekturzentrums (DAC) und Norsk Form, ursprünglich initiiert vom DAC. Die Auswahl der Projekte erfolgte in Kooperation mit dem Schwedischen Architekturmuseum, dem Finnischen Architekturmuseum sowie dem Nordischen Haus in Reykjavík.

Finanziert wird die Ausstellung von der Oslo Arkitektur Triennale, Realdania, dem Nordischen Kulturfonds, Nordic Culture Point und dem Nordischen Ministerrat.

Ausstellungsteam:
Kjersti Wikstrøm, Architect/Urbanist, Project Manager and Curator, Danish Architecture Centre
Matti Lucie Arentz, Exhibition Manager and Curator, Norsk Form
Christoffer Olavsson Evju, Landscape architect and consultant, Norsk Form

Nationale Kuratorenteams:
Dänemark: Dänisches Architekturzentrum in Zusammenarbeit mit:
Annemarie Lund, Cand. Hort and editor of Landskab/Landscape
Malene Hauxner, Doctor in Agricultural Science, Landscape Architect and Professor, Forest and Landscape, Faculty of Life Sciences, University of Copenhagen
Jacob Kamp, Landscape Architect and Chairman of the Association of Danish Landscape Architects
Stig L. Andersson, Landscape Architect and Adjunct Professor, Forest and Landscape, Faculty of Life Sciences, University of Copenhagen

Norwegen: Norsk Form in Zusammenarbeit mit:
Karsten Jørgensen, Landscape Architect and Professor, Department of Landscape Architecture and Spatial Planning, The Norwegian University of Life Sciences and editor of JoLA – Journal of Landscape Architecture
Hettie Pisters, Landscape Architect and Adjunct Professor, the Institute of Urbanism and Landscape, The Oslo School of Architecture and Design
Johanna Göranson, Landscape Architect

Schweden: Das Schwedische Architekturmuseum in Zusammenarbeit mit:
Niklas Singstedt, Architect and Architectural Writer

Finnland: Das Finnische Architekturmuseum in Zusammenarbeit mit:
Meri Mannerla-Magnusson, Landscape Architect and representative of MARK – the Association of Finnish Landscape Architects

Island: Nordisches Haus Reykjavík in Zusammenarbeit mit:
Guja Dögg Hauksdóttir, Architect FAI

Wann 16. Juli bis 18. August, Mo-Fr 10-19 h, Sa und So 11-16 h

Wo Nordische Botschaften, Gemeinschaftshaus, Rauchstr. 1, 10787 Berlin

www.nordischebotschaften.org/



Inspired by Iceland