Konzerte von Mugison in Deutschland

MUGISON

In seiner Heimat ist Mugison alias Örn Elías Guðmundsson bekannt wie ein bunter Hund. Das Platinalbum "Mugiboogie" verkaufte sich 10.000 Mal. Wenig? Bei einer Bevölkerung von gerade mal 300.000 Isländern ist das mehr als ordentlich. Selbstverständlich kürten Islands Medien "Mugiboogie" im Handumdrehen zur Platte des Jahres - und fügten Mugisons stetig wachsender Award-Sammlung noch eine Auszeichnung hinzu. Verdient hat sich Mugison all diese Preise mit der "Do it Yourself"-Attitüde, die den Isländern eigen ist - und die Musikszene der Vulkaninsel so einzigartig macht. Mugisons Stil ist Seemeilen von dem Sound seiner bekannteren Kollegen Björk oder Sigur Ros entfernt. Der Ansatz aber ist derselbe: Das eigene Ding durchziehen, was nur scheinbar nicht passt, passend machen - und sich so vom Indie-Einerlei und der normierten Chartware abheben. So fing Mugisons Karriere zu Hause an - und auf diese Weise will er auch den Rest der Popwelt erobern: Für die ersten 10 bis 20.000 Alben, die auf dem Festland verkauft werden sollen, bastelt er das Cover selbst - in zwei Monaten Heimarbeit.

Individuell wie die neuen Hüllen für "Mugiboogie" sind auch die Songs des Albums. Mugison macht was er will - und das bestens. Dem genialen Ekkletiker ist nichts heilig. Der Titel-Track kultiviert den blaue Funken sprühenden, nervösen Bastard-Blues eines Tom Waits. Mugsion dreht den Verstärker auf Volume 11, jagt seine Stimme durchs übersteuerte Megaphon und lässt seine Band Amok laufen. 

Seine frühe Kindheit verbrachte er zum großen Teil auf den Kapverden vor der Küste Senegals. Später setzte er seine Charakterstudien in der isländischen Fischindustrie fort, mischte mit seinem Vater die Karaoke-Bars von Malaysia auf und machte in London sein Diplom als Tonmeister.

Sein erstes Album "Lonely Mountain" war ein kleines Lo-Fi-Laptop-Meisterwerk. Nach und nach verdrängten schroffer Neo-Folk und archaischer Blues die Samples und Sounds der ersten Phase. Mit "Mugiboogie" hält Örn Elías Guðmundsson nun ein Album in Händen, das das Zeug dazu hat, dem Kabeljau als Islands Exportschlager den Rang abzulaufen. Dafür ein herzliches "Takk!" Denn jeder, der auf außergewöhnlichen Rock steht, muss Mugison für dieses Album einfach dankbar sein.

Islands erfolgreichster Indierocker Mugison kommt nach ausverkauftem Sommerkonzert nochmals nach Berlin. Nachdem er und seine Band der Toursupport für die Queen of the Stone Age während deren Canadatour im Mai waren, wurde das europäische Festland mit dem "Mugiboogie" infiziert. Mit seinem neuen Album bläst Mugison sämtlichen Klischees über den Sound Islands das Licht aus. Episch? Mysteriös? Versponnen? Das mag für Björk oder Sigur Ros gelten. Islands erfolgreichster Indierocker dagegen berserkert, brüllt und barmt sich durch die zwölf Songs von "Mugiboogie", dass Tom Waits, Trent Reznor, Beck und Bonnie "Prince" Billy gleichermaßen ihre Freude an dem nordischen Blues-Bruder haben dürften. Mugison alias Örn Elías Guðmundsson beschreibt seine Einflüsse hinreißend einfach mit: Eddie Vedder und Eddie Murphy. Auf der Bühne versprüht Mugison die unbändige Energie und den berstenden Humor der Isländer und lässt seine Band Amok laufen.

Veranstaltungsorte:

8.12. - Hafenklang, Große Bergstr. 178, 22765 Hamburg, 21:00 Uhr, www.hafenklang.de

14.12. - Admiralspalast, Friedrichstr. 101, 10117 Berlin, 21:00 Uhr, www.admiralspalast.de

15.12. - Veranstaltungsort: Orangehouse, Hansastr. 39-41, 81373 München, 20:00 Uhr, www.feierwerk.de



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