Konzert von Mezzoforte in Berlin

1977 taten sich Keyboarder Eyþór Gunnarsson, Gitarrist Friðrik Karlsson, Schlagzeuger Gulli Briem und Bassist Jóhann Ásmundsson als Mezzoforte zusammen, nachdem die Jugendfreunde zuvor schon ein wenig zusammen gespielt hatten. Aber erst als Mezzoforte wurden sie erwachsen.

1983 katapultierten Mezzoforte das vom internationalen Musikgeschehen bis dahin mehr oder weniger isolierte Island über Nacht weltweit in die Charts. „Garden Party“ hieß der Song, ein echter Ohrwurm, eine Partynummer, die das Quartet zunächst in Großbritannien, dann in Europa und schließlich bis nach Japan hin bekannt machte. Das dazugehörende Album trug den bezeichnenden Titel „Surprise Suprise“. Noch heute steht „Garden Party“ für das Lebensgefühl einer ganzen Generation in den frühen 80-er Jahren.

Mezzoforte überraschten tatsächlich. Mit den frostigen Temperaturen ihrer Heimat hatte die Musik dieser Nordmänner verblüffend wenig gemein. Mezzoforte klangen nach Sommer, ausgelassener Stimmung und grenzenlosem Optimismus. Sie spielten instrumentalen Funk-Jazz, inspiriert durch Fusion-Bands wie Earth, Wind & Fire und Weather Report.

Auch wenn „Garden Party“ ihr einziger Charterfolg bleiben sollte, erspielten sich Mezzoforte im Laufe der Jahre doch eine weltweite Fangemeinde.

In der Folgezeit konzentrierten sich die vier Musiker zunehmend auf eigene Projekte, von der Familiengründung bis zu neuen musikalischen Aktivitäten.

Offiziell aufgelöst haben sich Mezzoforte dennoch nie. Die vier Jugendfreunde blieben auch über weite räumliche Distanzen stets in Kontakt. Sieben Jahre nach dem letzten Studioalbum „Monkey Fields“ war es der deutsche Ausnahme-Schlagzeuger Wolfgang Haffner, der das Quartet im Frühjahr 2004 aus seinem Dornröschenschlaf weckte. Unter seiner Ägide entstand das Comebackalbum „Forward Motion“

„Wolfgang half uns, sich darauf zu konzentrieren, worum es bei Mezzoforte geht“, gestand Eyþór Gunnarsson im Dezember 2004 in einem Interview: „Einfach Spaß haben am gemeinsamen spontanen Spiel.“ Das spiegelt sich auch wieder in der 2008 veröffentlichten DVD „Live in Reykjavik“. Selten zuvor haben sie so locker verschiedene Genres verknüpfen können. Seit 2006 gehören Bruno Müller - Gitarre - und Sebastian Studnitzky - Trompete/Keyboard - zum festen Kern.

Zurzeit arbeitete die Band am neuen Album. Im Quasimodo werden die neuen Songs zum ersten Mal vorgestellt.

Eyþór Gunnarsson (key)
Bruno Müller (g)
Sebastian Studnitzky (tp, key)
Óskar Guðjónsson (sax)
Jóhann Ásmundsson (b)
"Gulli" Briem (dr)
Thomas Dyani (perc)

Veranstaltungsort: Quasimodo, Kantstr. 12a, 10623 Berlin

Beginn: Montag, 29. März, 22.00 Uhr

20 Euro im Vorverkauf, 24 Euro an der Abendkasse

Nähere Informationen: www.mezzoforte.com, http://www.quasimodo.de/index.php?id=111



Video Gallery

View more videos