Isländische Musik im Radio Bayern 4 Klassik

Samstag, 30. August 2008 in Bayern 4 Klassik von 23.05 bis 24.00 Uhr

VOLLER ÜBERRASCHUNGEN
Isländische Musik in Tradition und Moderne
Von Roland Kunz

Wer waren die ersten Notenschreiber auf der nördlichsten Insel im Atlantik? Die isländische Musik ist voller Überraschungen, von Björk zurück bis zu den frühen Christen. Unser Autor Roland Kunz hat sie ausgelotet.
Island bietet sowohl in Tradition als auch in der Moderne eine Reise durch Klangwelten, deren Seele unbedingt einen melancholischen Kern hat. Der Stolz der Isländer auf ihre eigene Sprache und Kultur wurzelt in ihrer über tausendjährigen Tradition, die von den knapp 270 000 Einwohnern der Vulkan- und Gletscherinsel wie ein Schatz gehütet und mit Obsession gepflegt wird. Die Wikinger, die schon im 9. Jahrhundert Island bevölkerten, haben ihre Musik nicht aufgeschrieben. Was überliefert wurde, ist mündlich. Erst später haben Christen einige volkstümliche Melodien Islands – etwa den berühmten „St.-Magnus-Hymnus“ aus dem 13. Jahrhundert - niedergeschrieben. Und auch auf den Färöer Inseln existiert mit dem sogenannten „Kettentanz“ ein heute noch gesungener Tanz mit Wurzeln aus der Wikingerzeit. Unzählige Strophen lassen ein endloses Lied entstehen. „Tvisongvar und Rimnalog“ dagegen sind isländische Zwiegesänge, deren traditionelle Aufführungskunst heute tatsächlich nur noch von wenigen Isländern beherrscht wird. Dank des isländischen Komponisten Jon Leifs sind aus den 1930er Jahren auf Wachswalzen historische Aufnahmen festgehalten worden, die Sie in dieser Sendungen erleben können... Aber auch moderne MusikerInnen wie Björk oder Emiliana Torrini zeugen von einem Land, dessen Berge, Einsamkeit und Dunkelheit eine besondere musikalische Atmosphäre entstehen lassen.

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