Isländische Künstler bei STADTFINDEN_MODERNE

Erla Haraldsdóttir ist 1967 in Reykjavík geboren, lebt und arbeitet seit 2005 in Berlin. Vor fünf Jahren begann die isländische Künstlerin damit, Fotografien ihres vertrauten Lebensumfeldes zu manipulieren. So verwandelte sie beispielsweise Bilder ihrer Heimatstadt Reykjavik in eine Art Chinatown, andere Bilder erinnern an einen orientalischen Basar. Die bekannte Architektur der isländischen Kleinstadt bleibt zwar wieder erkennbar. Jedoch führen Schilder, Plakate und südlich aussehende Menschen und Waren, die in Island nicht so ohne weiteres erhältlich sind, bei genauerem Hinsehen zu beträchtlicher Desorientierung der Betrachter. Für STADTFINDEN_MODERNE stellt Erla drei ihrer Werke aus:

Beautiful Landscape (Skógarfoss). Digitale Fotomontage.

Here, there and everywhere (Dronningensgate in Moss). Eine digitale Fotomontage in Kollaboration mit Bo Melin.

Capital of the North (The harbour in Akureyri). Digitale Fotomontage.

Weitere Informationen: www.haraldsdottir.com

Elín Hansdóttir hat zusammen mit Darri Lorenzen ein speziell für STADTFINDEN_MODERNE angefertigte Installation kreiert. Das Werk heißt: Wo ist der Architekt und ist eine Videoinstallation welches einen Anfang einer Reise markiert und zwei Punkte Berlins verbindet.

 

Elín Hansdóttir ist 1980 in Reykjavík geboren und arbeitet mit Installationen die Situationen schaffen, in denen der Betrachter in einen physischen Dialog mit dem Werk gezogen wird und er die Möglichkeit erhält, seine Rolle im Raum neu zu bewerten. Die offensichtliche Einfachheit der Form täuscht über die Komplexität ihrer Installationen hinweg, bei denen der Interaktion mehr Bedeutung zukommt als der Interpretation; Elins Installationen stellen meist eine starke Herausforderung für die Selbsteinschätzung des Betrachters dar. Elín erwarb 2003 ihren BA der Bildenden Kunst an der isländischen Akademie der Künste und vervollkommnete anschließend ihre Studien an der Kunsthochschule Berlin-Weißensee.

 

Weitere Informationen: www.this.is/elinh

 

Darri Lorenzen ist 1978 in Reykjavík geboren und lebt zur Zeit in Berlin. Er arbeitet mit Sound-Installationen in Kollaborition mit Fotografien um einen Eindruck von Dislokation zu vermitteln. Seine Werke würden schon international Ausgestellt, so auch in New York und Loppem in Belgien.

Darri Lorenzen studierte an der Kunsthochschule Berlin – Weissensee, der isländischen Akademie der Künste und an Royal Academy of Arts & Royal Conservatory in Hague in den Niederlanden.

 

Weitere Informationen: www.darrilorenzen.net

 

Heute ist das Hansaviertel ein Baudenkmal am Berliner Tiergarten. Zum Zeitpunkt seines Entstehens im Rahmen der Internationalen Bauausstellung 1957 war es ein Modell für das, was „die stadt von morgen“ sein könnte oder hätte sein sollen. STADTFINDEN_MODERNE stellt im Rahmen des 50-jährigen Jubiläums der Internationalen Bauausstellung neue Perspektiven auf die alte Moderne vor. Das Hansaviertel mit seinen prominenten Beiträgen internationaler Architekten des „Neuen Bauens“ (u.a. mit Le Corbusier, Alvar Aalto, Walter Gropius, Oscar Niemeyer) kann mit kleinen GPS-fähigen Geräten wie eine Ausstellung begangen werden. Vier „Touren“ führen durch diese Ausstellung. Der „Tourist“ folgt seiner Route entlang der Sehenswürdigkeiten. Wie aus dem Nichts tauchen die Informationen von STADTFINDEN_MODERNE auf. Verfremdungen erscheinen als ein Eingriff „in Echtzeit“, die Stimme und Töne des „Tourguides“ sind unsichtbar mit der Landschaft verknüpft.

 

„No, I didn't build it myself,... but it's based on a idea of mine“ - im Hansaviertel haben die renommiertesten  Architekten der 50er Jahre aus 15 verschiedenen Ländern ihre Visionen der Moderne gebaut. Die „Stadt der Zukunft“ steht heute unter Denkmalschutz. Für STADTFINDEN_MODERNE ist ihre Bedeutung als Kulturerbe darin begründet, die Vision einer modernen Gesellschaft auch weiterhin als eine Aufgabe der Zukunft zu begreifen. „Modern“ ist mehr als ein Modewort. Als Epochenbegriff, der stark durch seine architektonischen Leistungen geprägt ist, bezeichnet er eine bedeutende Traditionslinie für die demokratischen Gesellschaften. Die nordischen Botschaften beteiligen sich in diesem Zusammenhang mit einem Symposium zum „nordischen Weg in die Moderne“, (28.4.2007, 11 – 17 Uhr, Gemeinschaftshaus der Nordischen Botschaften).

 

STADTFINDEN_MODERNE funktioniert im Format eines virtuellen Katalogs oder „Guides“ durch das Hansaviertel. Ob als Bild, Text, Video oder Hörbeitrag: stets ist es der originelle Blickwinkel des Kommentators, der sich gegenüber der Realität in den Vordergrund spielt. An über 80 Points of Interest (POI) kann mithilfe eines digitalen Geräts im Taschenformat (PDA), auf eine virtuelle Präsentation zugegriffen werden. Ausgeliehen werden können die „Guides“ vom 14.02. bis 31.05.2007 in der Akademie der Künste am Hanseatenweg, Buchhandlung Fürst und im Gemeinschaftshaus der nordischen Botschaften.

 

Weitere Informationen unter: www.stadtfinden-moderne.de



Video Gallery

View more videos