Island trifft Berlin - die Ausstellung wird am 7. August in Berlin eröffnet.

Als die Staatsherren Gorbatschow und Reagan sich 1986 in Reykjavik trafen, schien die Inselnation im Zentrum der Welt zu stehen. Eine politische Blockade zwischen Ost und West wurde geöffnet, und die weltweite Abrüstung ging von Island aus hervor. Heute steht Island scheinbar schon wieder im Zentrum, wohl bekannt aus anderen Gründen. Vor diesem politisch-kulturellen Hintergrund freuen wir uns sehr, das „4. Sommerfest der internationalen Kunst“ in der Emerson Gallery Berlin zu präsentieren: Unter der Rubrik „Island trifft Berlin“ beziehen sich sieben Künstler aus Reykjavik mit durchaus isländischem Gestus auf zeitgenössische gesellschaftliche Phänomene – die uns, hier auf dem Festland in Berlin genauso wie auf der Insel ansprechen. Mit der Vernissage am 07. August beginnt unsere Auseinandersetzung mit der isländischen Kultur in ihren vielfältigen Erscheinungen:

Willkommen in Berlin – Velkomin til Berlínar...

Steingrimur Eyfjörd (*1954) formt isländische Geschichten und Mythen um. In seinen konzeptionellen Arbeiten entstehen neue, aktuelle Definitionen. 2007 bespielte er den isländischen Pavillon auf der Venedig Biennale.

Gudny Gudmundsdóttir (*1970) lebt und arbeitet in Berlin. Neben Zeichnungen und Skulpturen interessiert sie die deutsche Sprache als Klang- und Wortmaterial für Gedichte. Eine Videoarbeit dokumentiert in der Ausstellung Variationen der Sprach-Wahrnehmung.

Hekla Dögg Jónsdóttir (*1970) setzt sich mit Naturphänomenen Islands auseinander und schafft atmosphärische Installationen mit Sound und Neonlicht.

Sirra Sigrún Sigurdardóttir (*1970): In ihren Werken werden übliche Sehgewohnheiten aufgebrochen und die Bedeutung der Gegenstände hinterfragt. In Installationen, Projektionen und in ihren Zeichnungen geht sie dieser Fragestellung nach.

Erling T.V. Klingenberg (*1970) ironisiert als Selbstdarsteller im Kunst- und Medienbetrieb den Kunstmarkt und schafft in seinen Installationen und Videoarbeiten prägnante Selbstinszenierungen.

Sigtryggur Berg Sigmarsson (*1977) fokussiert die Selbst-Verortung. In seinen Videoarbeiten und Performances stehen Monologe im Vordergrund, mit ihnen inszeniert er die Verbindung von Tragik und Komik.

Helgi Thorsson (*1975) kreiert in seiner Malerei und Bildhauerei eine künstliche Pop-Welt, in der alltägliche Gebrauchsgegenstände in ihrer künstlichen Wertigkeit entlarvt werden.

Hekla Dögg Jónsdottir, Erling T.V. Klingenberg und Sirra Sigrún Sigurdardóttir sind Mitglieder von Kling og Bang , der Künstler-Galerie, die die Reykjaviker Kunstszene seit sechs Jahren zu aktionistischen Arbeits- und Ausstellungssituationen versammelt und dieses Jahr die Londoner Freeze Fair eroberte. Sigtryggur Berg Sigmarsson und Helgi Thorsson sind als Band „Stilluppsteypa“ international erfolgreich. Die Ausstellung wird von den Künstlern Julia Brodauf und Malcolm Green kuratiert.

Zur Vernissage am 07. August tritt Sigtryggur Berg Sigmarsson von „Stilluppsteypa“ auf.


Dauer der Ausstellung: 08. August - 05. September
Öffnungszeiten: Dienstag bis Donnerstag 14 - 19 Uhr, Freitag 11 -19 Uhr und Samstag 12 - 16 Uhr wie auch nach Vereinbarung.

EMERSON Gallery Berlin
Gartenstrasse 1
10115 Berlin
Fon: +49 30 24047295
Fax: +49 30 24047296
www.emerson-gallery.de



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