Island Spezial bei der KunstFilmBiennale in Köln

Am Freitag den 19. Oktober, wird ein Island Spezial bei der KunstFilmBiennale in Köln veranstaltet mit einem Portrait von der isländischen Künstlerin Gabriela Fridriksdottir

Mit ihrer Freundin Björk – eine der Darstellerinnen in Teralogia/North – und deren Ehemann Matthew Barney teilt Gabriela Fridriksdóttir eine außergewöhnliche Fantasie, ein Faible für exaltierte, hybride Figuren sowie einen ausgeprägten Hang zum symbolistisch Verrätselten. In ihren Filmen erschafft die 1971 in Reykjavik geborene Künstlerin, die Island auf der Biennale 2005 in Venedig vertrat, Welten, die jenseits dessen liegen, was andere vorgemacht und vorgedacht haben: Ein Universum aus Symbolen, Bildern und Geräuschen, wo bizarre Wesen zwischen Traum und Realität, Wahrheit und Illusion, Himmel und Hölle umhertreiben. Oder anders: Film als komplex verschlüsselte, mehrfach kodierte und nur näherungsweise deutbare Erzählform, die eine phantastische Gegenwelt zu unserem von Technik und Reglement bestimmten Alltag darstellt.

 

Freitag, 19. Oktober, 23 Uhr im Kölnischen Kunstverein

 

Pressemitteilung:

Kino und Kunst von Abramovic bis Warhol

Das vollständige Programm der KunstFilmBiennale ist jetzt online

 

Die diesjährige KunstFilmBiennale, die vom 18. bis 24. Oktober in Köln und erstmals auch in Bonn stattfindet, erweitert ihr Programmspektrum. Als wichtigste Neuerung neben der geografischen Ausdehnung wird erstmals neben Kunstfilm auch Filmkunst gezeigt. Im Kölner Kino Odeon und im Bonner Rex Lichtspieltheater laufen insgesamt sieben künstlerisch herausragende Kinofilme: Eröffnet wird das Programm am 17. Oktober in Bonn mit dem Gewinner der diesjährigen Goldenen Palme von Cannes „4 Monate, 3 Wochen und 2 Tage“ (4 luni, 3 saptamini si 2 zile) des rumänischen Regisseurs Cristian Mungiú. Es folgen unter anderem die romantische Komödie „Cashback“ von Sean Ellis, die deutsche Produktion „Die Unerzogenen“ von Pia Marais und in deutscher Erstaufführung das neueste Werk „You, the Living“ des schwedischen Kultregisseurs Roy Andersson.

 

Spielorte für den Internationalen Wettbewerb und die Konkurrenz um den Bild-Kunst Förderpreis für experimentellen Film sind wieder das Filmforum im Museum Ludwig und der Kölnische Kunstverein. Insgesamt werden in den beiden Wettbewerben rund 100 aktuelle Arbeiten zu sehen sein. Zahlreiche Gäste haben ihre persönliche Teilnahme bereits zugesagt, darunter die Regisseurinnen der Wettbewerbsfilme „A Walk into the Sea“, Esther B. Robinson, und „Prater“, Ulrike Ottinger, sowie die Künstler Jesper Just, Marina Abramovic oder Gabriela Fridriksdóttir, deren Film „Ouroboros” beim Island-Special Weltpremiere feiern wird.

 

Weitere Höhepunkte sind im Filmforum im Kölner Museum Ludwig und im Kunstmuseum Bonn die Retrospektiven der in New York lebenden iranischen Künstlerin Shirin Neshat, die soeben ihren ersten Kinofilm abgedreht hat, und der Amerikanerin Sarah Morris, die fünf filmische Städteportraits, welche die Rastertechnik ihrer abstrakten Malerei eigenwillig und erfolgreich auf den Dokumentarfilm übertragen, vorstellt. In Sonderprogrammen laufen im Kölnischen Kunstverein der neueste Film des Underground-Pioniers Wilhelm Hein und in Zusammenarbeit mit dem Literaturhaus Köln der fünfstündige Directors Cut von „Brinkmanns Zorn“. Außerdem wird die Mehrkanal-Installation „The Perfectionist“ des in Berlin lebenden Künstlers Julian Rosefeldt in der Kölner Baukunst Galerie zu sehen sein.

 

Begleitend findet am Sonntag, 21. Oktober in der Kunsthochschule für Medien Köln ein wissenschaftliches Symposium zur Beziehung von „Kunst – Film – Kunst“ statt mit Vorträgen von namhaften Künstlern, Filmemachern und Kuratoren.

 

Ab 14. September finden Sie alle Programme, Texte und Termine unter www.kunstfilmbiennale.de

Dort stehen auch die Pressefotos zum Download bereit.

Weitere Presseinformationen unter (0221) 226 5738

 

Die KunstFilmBiennale wird veranstaltet von der SK Stiftung Kultur der Sparkasse KölnBonn, in Zusammenarbeit mit der Kunststiftung NRW, der Filmstiftung NRW, der VG Bild-Kunst und der Stadt Köln. Sie wird in diesem Jahr erstmalig gefördert vom Ministerpräsidenten des Landes Nordrhein-Westfalen.

 



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