Internationales Literaturfestival vom 23. September bis zum 4. Oktober in Berlin

20.00_Reflections
Literarischer Salon der Allianz

„Warum Berlin?“: László Krasznahorkai (Ungarn/D), Marie NDiaye (Frankreich/D), Steinunn Sigurðardóttir (Island/D)
Moderation: Marie Neumüllers
Das New York Times Magazine staunte nicht schlecht: „$1 a Square Foot! Gross!” lautete der ungläubige Titel eines Artikels im vergangenen November über junge New Yorker in Berlin. 8-Zimmer-Wohnungen gebe es hier zu Preisen, für die man in Manhattan – mit Glück – ein fensterloses WG-Zimmer bekommt. Doch an den Mieten allein kann es nicht liegen, dass es Autoren und Künstler aller Art und aus allen Teilen der Welt in die deutschen Hauptstadt zieht ? oder?! Drei Schriftsteller, alle seit kurzem Wahl-Berliner, geben Auskunft darüber, wie ihnen ihre neue Heimat aus der Nähe gefällt und was sie aus der Ferne von ihr erwartet hatten.


26.09, 18.15 Uhr Kaleidoskop Haus der Berliner Festspiele | Seitenbühne Steinnun Sigurðardóttir, Moderation: Arno Widmann

Die Autorin liest aus ihrem neuen Roman „Sonnenscheinpferd“: Lilla, auf Deutsch „die Kleine“, begegnet nach 25 Jahren dem Mann wieder, den sie in ihrer Jugend liebte. Sie wird von ihm eingeladen, das Wochenende in seinem Landhaus außerhalb von Reykjavik zu verbringen. Die bevorstehende Begegnung lässt sie ihre Kindheit Revue passieren und Unerwartetes entdecken?

30.09, 19.30 Uhr Kaleidoskop Haus der Berliner Festspiele | Foyer Sjón, Moderation: Marita Meyer Sprecher: Frank Arnold

Der vielseitige Künstler liest aus seinem preisgekrönten Roman "Schattenfuchs". Stilistisch im Grenzbereich von Lyrik und Prosa angesiedelt, nehmen vor dem Hintergrund der eindrucksvollen landschaftlichen Kulisse Islands verschiedene, kunstvoll ineinander verwobene Handlungsstränge Motive aus isländischen Volkssagen auf und zeichnen die schicksalhafte Verstrickung eines fuchsjagenden Landgeistlichen im 19. Jahrhundert mit dem Leben und Tod eines Mädchens mit Downsydrom, das bei einem Naturforscher Zuflucht gefunden hat.

1.10, 18.15 Uhr Kaleidoskop Haus der Berliner Festspiele | Seitenbühne Sjón, Moderation: Angela Spizig Sprecher: Frank Arnold

Erst 2006 erschienen mit dem bibliophilen Band „söngur steinasafnarans / gesang des steinesammlers“ (mit Aquarellen von Bernd Koberling) ausgewählte Übersetzungen von Sjóns Gedichten. Dabei hatte der Isländer, der in Deutschland vor allem mit seinen Prosatexten bekannt wurde, nicht nur als Lyriker angefangen (bei seinem Debüt war er gerade 16 Jahre alt), sondern im Laufe der Jahre elf Gedichtsammlungen vorgelegt sowie – etwa für Björk oder Lars von Triers Film „Dancer in the Dark“ – zahlreiche Songtexte verfasst. Sjón liest einen Querschnitt aus seinen oft surreal verdichteten lyrischen Texten.

www.literaturfestival.com



Video Gallery

View more videos