Höhepunkte der Frankfurter Buchmesse in Berlin - Tag der isländischen Literatur am 9. Oktober

Am Sonntag, dem 9. Oktober 2011, laden die Botschaft von Island und „Sagenhaftes Island – Ehrengast der Frankfurter Buchmesse“ von 11 bis 18 Uhr zu einem Tag der isländischen Literatur im Gemeinschaftshaus der Nordischen Botschaften ein.

 

Große Namen der isländischen Literatur haben ihr Kommen angekündigt zum Tag der isländischen Literatur, den die Botschaft von Island und „Sagenhaftes Island – Ehrengast der Frankfurter Buchmesse“ am 9. Oktober ausrichten:

 

Pétur Gunnarsson:„punkt, punkt, komma, strich“ und „Mein Reykjavík“

Steinunn Sigurðardóttir: „Der gute Liebhaber“

Sjón: „Das Gleissen der Nacht“

Auður Ava Ólafsdóttir:“Weiß ich, wann es Liebe ist?”

Hallgrímur Helgason: „Eine Frau bei 1000°“

 

Die Autoren werden ihre neuen Bücher vorstellen und – in einem jeweils zweiten Beitrag zu diesem Tag - über Klassiker der isländischen Literatur sprechen:

 

Sjón spricht über den 2011 verstorbenen Thor Vilhjálmsson

Pétur Gunnarsson und Kristof Magnusson über Þórbergur Þórðarson

Steinunn Sigurðardóttir über Halldór Laxness

Hallgrímur Helgason über die isländische Literatur und ihre Besonderheiten.

 

So entspricht das Programm dieses Tages dem Programm des Ehrengastauftritts auf der Frankfurter Buchmesse, der die isländische Gegenwartsliteratur und ihre Bezüge zur klassischen isländischen Literatur vorstellt. Und das Berliner Publikum kann zwei Tage vor der Eröffnung der Buchmesse bereits deren erste Höhepunkte erleben.

Die Kantine im 3. Stock hat offen von 12.00 bis 18.00 Uhr. 

Eintritt frei. Anmeldung ist nicht erforderlich. Die Zahl der Plätze ist begrenzt.

 

Termin:

Sonntag, 9. Oktober, 11 bis 18 Uhr

 

Veranstaltungsort:

Gemeinschaftshaus der Nordischen Botschaften

Rauchstr. 1

10787 Berlin

 

Programm

 

11:00 -11:30          Begrüßung durch S.E. Botschafter Gunnar Snorri Gunnarsson

                            Sjón: Hommage an Thor Vilhjálmsson

11:30 – 12:00        Pétur Gunnarsson: „punkt punkt komma strich“ - fertig ist„Mein Reykjavík“

 

12:00 - 12:30                  - Pause -

 

12:30 – 13:00           Steinunn Sigurðardóttir: „Der gute Liebhaber“

 

13:00 – 13:30           Sjón: „Das Gleissen der Nacht“

 

13:30 – 14:00                 - Pause -

 

14:00 – 14:30          Auður Ava Ólafsdóttir: „Weiß ich, wann es Liebe ist?“ 

 

14:30 – 15:00          Pétur Gunnarsson & Kristof Magnusson: Þórbergur Þórðarson                  

 

15:00 – 15:30                 - Pause -

 

15:30 – 16:00          Steinunn Sigurðardóttir: Halldór Laxness

 

16:30 – 17:15          Hallgrímur Helgason: „Eine Frau bei 1000°“

      

Über die Bücher

 

Thor Vilhjálmsson: „Morgengebet“ (Osburg)

Ein grandioses Panorama des 13. Jahrhunderts in Europa: Sturla Sighvatsson, Mitglied der mächtigen Familie der Sturlungen, verlässt aus Reue über begangene Untaten seine Heimat Island und bricht zu einer Pilgerfahrt nach Rom auf. Die Geschichten der Menschen, die ihm unterwegs begegnen, vermischen sich mit Sturlas Erinnerungen an sein eigenes Leben.

 

Pétur Gunnarsson: „punkt punkt komma strich“ (Weidle Verlag)

In Miniaturen schildert Pétur Gunnarsson Kindheit und Jugend Andri Haraldssons – die Schulzeit in Reykjavík, Ferien auf dem Lande, den Tod des Großvaters, erste Kinobesuche, erwachende Sexualität – und verknüpft Andris Leben auf hintergründige, oft witzige Weise mit den geschichtlichen Ereignissen, die Island und die Welt in den 1950er und 1960er Jahren prägten.

 

Pétur Gunnarsson: „Mein Reykjavík“ (Insel)

Reykjavík ist die nördlichste Hauptstadt Europas – und was für eine! Hier leben die Nachfahren der Wikinger. Tief mit seiner Geschichte verwurzelt präsentiert sich Reykjavík gleichzeitig als aufstrebende junge Metropole mit einer lebendigen Literatur- und Kulturszene. Die literarische Stimme Reykjavíks ist vielfältig und vielstimmig, besonders die jungen Autorinnen und Autoren sind in den vergangenen Jahren international sehr erfolgreich geworden. Der bekannte isländische Autor Pétur Gunnarsson lädt uns ein, seine faszinierende Heimatstadt, ihre Kultur und Literatur kennenzulernen.

 

Steinunn Sigurðardóttir: „Der gute Liebhaber“ (Rowohlt)

Karl kommt nach einem langen USA-Aufenthalt zurück und beobachtet Una, seine Jugendliebe, durch das Schlafzimmerfenster, kehrt dann in eine Kneipe ein und landet im Haus einer anderen. Steinunn Sigurðardóttirs neuer Roman ist ein poetisches Buch über die Liebe und unsere Phantasien von ihr, eine romantische Komödie, deren Ernsthaftigkeit durch ihren Humor und ihre Lebenslust unterstrichen wird.

 

Sjón: „Das    Gleissen der Nacht“ (S. Fischer)

Island um 1636. Jónas, der Gelehrte, will durch die Welt streifen, noch gelehrter werden und Ungeheuer erlegen. Aber sein Wissen verschafft ihm Neider, die ihm das Leben schwer machen und ihn von einem Abenteuer ins andere treiben. „Sjóns Roman ist ein ästhetisches Erlebnis, das seinesgleichen sucht“ (Antonia S. Byatt, The Guardian).

 

Auður Ava Ólafsdóttir: „Weiß ich, wann es Liebe ist?“  (Suhrkamp)

Arnljótur lässt sein Leben in Island hinter sich, um in einem einst weltberühmten Klostergarten eine seltene Rose zu züchten. Es wird eine Reise zu sich selbst, bei der die Gespräche mit einem weisen Mönch eine wichtige Rolle spielen. Der Roman erhielt in Frankreich mehrere bedeutende Literaturpreise und wurde von Kritik und Publikum gleichermaßen gefeiert. 

 

Þórbergur Þórðarson : „Islands Adel“ (S. Fischer)

Ein Klassiker der modernen isländischen Literatur: Thórbergur, angehender Dichter, kann von seinen Gedichten nicht leben. Also schuftet er in einer Heringsfabrik. Erfüllung findet er in seinen philosophischen Grübeleien über das Universum, die Liebe, das Leben in absoluter Freiheit und über die himmlische Hulda, die er im entscheidenden Moment verpassen wird.

 

Halldór Laxness: „Das Fischkonzert“ und „Weltlicht“ (Steidl)

„Das Fischkonzert“, die bewegende Geschichte einer Jugend im Island der vorletzten Jahrhundertwende, gehört zu den erfolgreichsten Romanen des isländischen Nobelpreisträgers Halldór Laxness.

„Weltlicht“ thematisiert die Stellung des Künstlers als Außenseiter. Laxness knüpft stilistisch  an die literarische Tradition der heimatlichen Skaldendichtung an und zeichnet ein menschliches Schicksal, das zutiefst berührt und zugleich Licht auf die gesellschaftlichen Verhältnisse quer durch alle Schichten Islands wirft - abseits vom Inselzauber der Fjorde und Geysire.

 

Hallgrímur Helgason: „Eine Frau bei 1000°“ (Tropen/Klett Cotta)

In ihrer Garage surft die 80-jährige Herbjörg durchs Internet und begleicht letzte Rechnungen, während der Ofen für ihre Einäscherung heißläuft. „Eine Frau bei 1000°“, das neue Buch von Kult-Autor Hallgrímur Helgason, dessen Romane „101 Reykjavík“ und „Rokland“ verfilmt wurden, ist ein Parforceritt durch die Geschichte des 20. Jahrhunderts: anrührend und voll isländischer Skurrilität.

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