Forward Reverse auf der übermnfluss

Spannung im Spannbetonkörper der Deutzer Brücke: Zum dritten Mal nach „spaen“ (2003) und „Dudeldack“ (2005) treffen sich hier internationale junge Künstlerinnen und Künstler mit Installationen und Performances zu einem gemeinsamen Kunstprojekt.

Initiiert von der Edinburgher Künstlerin und Dozentin Elizabeth Ogilvie (Edinburgh College of Art –eca-) wurde über m n fluss in diesem Jahr in Zusammenarbeit mit dem Kölner Künstler Joachim Römer und dem Komponisten und Hochschullehrer Johannes Fritsch (Musikhochschule Köln) entwickelt.

Die teilnehmenden Künstlerinnen und Künstler kommen aus Argentinien, Weissrußland, Dänemark, Deutschland, Schottland, Japan, Island, Südkorea, Sie sind bildende KünstlerInnen, MusikerInnen, Landschafts-ArchitektInnen, KomponistInnen, Performance-KünstlerInnen, Tänzerinnen und ArchitektInnen.

Ein Teil von ihnen ist dabei den postgradualen Studiengang “Art, Space and Nature (ASN)” am Edinburgh College of Art abzuschliessen. Sie treffen auf einige Kölner Künstler und auf KomponistInnen und KlangkünstlerInnen, die ihr Studium bei Johannes Fritsch absolvierten. Dazu stossen KünstlerInnen der Galerien The Clean Sisters (Osaka) und Weissraum (Kyoto) aus Japan.

Ausgangspunkt der für über m n fluss konzipierten und vor Ort geschaffenen Arbeiten wird der ungewöhnliche Innenraum der Brücke, das sperrige „Nebenprodukt“ der Brückenarchitektur sein, die Deutzer Brücke selbst und der Fluss, den sie überspannt. Das Projekt vereint nicht nur KünstlerInnen aus zahlreichen Nationen, sondern auch eine große Bandbreite von Disziplinen und kreativen Ansätzen: Visuelle Kunst, Musik, Architektur, Naturwissenschaften, Landschaftsarchitektur, Musik, Klangkunst und Tanz sind die Felder, in und zwischen denen sich die insgesamt 36 TeilnehmerInnen bewegen. Der einzigartige Charakter des Raumes verlangt geradezu einen solch spartenübergreifenden Ansatz.

Der einwöchige Aufbau der Arbeiten und die Proben zu den Performances werden den ca. 480m langen „Unort“ unter der Fahrbahn der Deutzer Brücke in ein Labor zeitgenössischen Kunstschaffens verwandeln.

Der dabei entstehendeAusstellungs-Parcours verspricht zwischen dem 22. März und dem 4. April dem Kölner Publikum ein spannendes und stimulierendes Ereignis, mit neuen experimentellen Arbeiten, die diverse Formen zeitgenössischer künstlerischer Praxis in neue Zusammenhänge stellen.

„Jede künstlerische Auseinandersetzung mit dem Rhein bringt eine philosophische Betrachtung der Natur aus einem zeitgenössischen Weltverständnis heraus mit sich. Große Intellektuelle, darunter etliche Schotten, ließen sich im Verlauf der Jahrhunderte in ihrem Schaffen vom Rhein und seiner Kraft inspirieren; Wissenschaftler aus aller Welt haben ihn analysiert und seine Entwicklung erforscht; viele deutsche Künstler, darunter Joseph Beuys, sind von seiner Magie eingenommen worden.“ (Elizabeth Ogilvie)

Installation der Ausstellung: 16. bis 22. März

Eröffnung:                            Donnerstag 22. März ab 19.00

Ausstellungsdauer:               22. März bis 4. April

Öffnungszeiten:                    Mo geschlossen,

                                             Di-Fr 15-20.00,

                                             Sa/So 12-20.00

Sondertermin:                      Freitag, 23. März 23.00(Nachtperformances)

Finissage:                              Mittwoch 4. April ab 19.00

 



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