Filmfest Hamburg 2010

Das Filmfest Hamburg findet vom 30. September bis zum 09. Oktober statt. Dabei stehen vier isländische Filme auf dem Programm.

Das Filmfest kündigt sie wie folgt an:

DECEMBER

Schwarzer Humor auf Isländisch: Der international bekannte und erfolgreiche Musiker Jonni kehrt nach längerem Auslandsaufenthalt wieder nach Island zurück. Er will mit seiner Familie Weihnachten feiern und ein Album mit seiner alten Band aufnehmen. Aber die familiäre Situation hat sich durch die Finanzkrise dramatisch verschlechtert, und die Kumpel von einst haben sich auch längst zerstreut. Zum Glück gibt es da noch eine alte Liebe - und so versucht Jonni, Weihnachten doch noch fröhlich zu gestalten...

Regie: Hilmar Oddsson

Drehbuch: Páll Kristinn Pálsson

Darsteller: Tomas Lemarquis, Lovísa Elísabet Sigrúnardóttir, Laufey Elíasdóttir

Hilmar Oddson (*1957), geboren in Reykjavik, begann 1980 ein Studium an der Hochschule für Fernsehen und Film in München. Nach seiner Rückkehr nach Island realisierte er 1986 seinen ersten Spielfilm. Dieses ist sein sechster.

Termin: Mittwoch, 06. Oktober, 19.15 Uhr, Passage Oben

http://www.filmfest-hamburg.de/de/programm/film/December/5124

 

DREAMLAND

Chronik einer angekündigten Krise: Schon 2006 veröffentlichte der isländische Schriftsteller Andri Snær Magnason ein Buch mit dem Titel „Dreamland, in dem er den Ausverkauf der Natur und den zügellosen Kapitalismus in seiner Heimat anprangerte. Die Regierung hatte über eine Milliarde Euro in einen gigantischen Staudamm gesteckt, der unter anderem das Werk eines US-amerikanischen Aluminiumherstellers mit Energie versorgen sollte. Zurück blieben riesige Schulden, die Island 2009 fast das Genick gebrochen hätten, und ein Umweltdesaster. Der Film zum Buch dokumentiert aus heutiger Sicht den Weg eines Landes zum doppelten Offenbarungseid.

Regie: Þorfinnur Gudnason, Andri Snær Magnasson

Þorfinnur Guðnason (*1959) ist einer der profiliertesten Dokumentarfilmer Islands. Er erhielt zweimal den begehrten isländischen Filmpreis Edda für den besten Dokumentarfilm, zuletzt 2009 für Dreamland.

Andri Snær Magnason (*1973) schreibt Romane, Gedichtsammlungen, Kinder- und Sachbücher. Sein Buch Dreamland - A Self-Help Manual for a Frightened Nation war 2006 in Island ein Bestseller. Im Februar 2010 erhielt er den Kairos-Preis der Alfred Toepfer Stiftung F.V.S.

Termine: Sonntag, 03. Oktober, 22.00 Uhr, Abaton Klein

            Mittwoch, 06. Oktober, 20.00 Uhr, B-Movie

http://www.filmfest-hamburg.de/de/programm/film/Dreamland/5086

 

DAS GUTE HERZ

Der Griesgram Jacques ist Besitzer einer heruntergekommenen New Yorker Kneipe, Treffpunkt eines bunten Haufens von Trinkern. Jacques ist dabei, sich zu Tode zu saufen und zu rauchen. Als er sich in einer Klinik von den Folgen des fünften Herzinfarkts erholt, trifft er den jungen Obdachlosen Lucas. Jacques nimmt ihn unter seine Fittiche und weist ihn in die Regeln der Alkoholiker-Kaschemme ein: keine neuen Kunden, keine Verbrüderung mit ihnen und absolutes Frauenverbot! Doch als die schöne, verzweifelte April in der Kneipe auftaucht und Lucas ihr helfen will, wird die Männerfreundschaft auf die Probe gestellt.

Regie: Dagur Kári

Drehbuch: Dagur Kári

Darsteller: Brian Cox, Paul Dano, Isild Le Besco

Dagur Kári (*1973) ist ein wahrer Europäer. Als Sohn eines bekannten isländischen Autors kam er in Paris zur Welt. Seine Eltern kehrten nach Island zurück, als er drei Jahre alt war. Film studierte er in Dänemark und in Skandinavien feierte er seine ersten Erfolge.

Termine: Donnerstag, 07. Oktober, 21.45 Uhr, Abaton Groß

             Samstag, 09. Oktober, 20.00 Uhr, B-Movie

http://www.filmfest-hamburg.de/de/programm/film/Das-gute-Herz/5065

 

MAMMA GÓGÓ

Mamma Gógó ist eine ältere Dame, bei der Alzheimer diagnostiziert wird. Während ihre Demenz fortschreitet, kämpft ihr Sohn mit finanziellen Schwierigkeiten. Die Familie beschließt, die Frau in einem Pflegeheim unterzubringen... Der Film beschreibt in einer sehr persönlichen Art die Krankheit und die Reaktion der Familie. Friðrik Þór Friðriksson arbeitet damit den Verlust seiner Mutter auf, mit allen Zutaten seines Kinos: Mitgefühl, einem starken visuellen Stil - und einer gehörigen Portion Humor.

Regie: Friðrik Þór Friðriksson

Drehbuch: Friðrik Þór Friðriksson

Darsteller: Kristbjörg Kjeld, Hilmir Snær Guðnason, Gunnar Eyjólfsson, Margrét Vilhjálmsdóttir

Friðrik Þór Friðriksson (*1954) ist der bekannteste Filmemacher Islands. Er begann als Autodidakt, gründete einen Filmclub sowie das Filmfest Rejkjavik und hat die isländische Filmszene nachhaltig geprägt. Sein Film Children of Nature wurde 1992 für den Oscar nominiert.

Termine: Dienstag, 05. Oktober, 21.30 Uhr, Passage Oben

             Samstag, 09. Oktober, 17.30 Uhr, Passage Studio

http://www.filmfest-hamburg.de/de/programm/film/Mamma-G%C3%B3g%C3%B3/5144



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