Ein Gefühl von Staatsbankrott - Wie Island die Krise meistert - eine Sendung bei SWR2

SWR2 Forum Ein Gefühl von Staatsbankrott – Wie Island die Krise meistert

Es diskutieren: Arthúr Björgvin Bollason, PR-Chef von „Icelandair“, Autor und Übersetzer, Frankfurt / Reykjavik Olafur Davídsson, Botschafter der Republik Island, Berlin Kristof Magnusson, Schriftsteller, Berlin Moderation: Eggert Blum

Island, eine der kleinsten Volkswirtschaften der Welt mit eigener Währung, hat den größten Crash erlebt. Und überlebt. 320.000 Einwohner leben auf der Insel im Nordmeer, etwa so viele wie in Mannheim. Nach einem scheinbar unaufhaltsamen Wirtschaftsboom gehörten sie zu den Reichsten der Welt, bis im letzten Jahr Islands Banken zusammenbrachen und dem kleinen Land beinahe der Staatsbankrott drohte. Der Internationale Währungsfonds und die skandinavischen Nachbarn haben Island mit Milliardenkrediten gerettet – aber die Währung ist im Keller, die Schulden werden noch die Enkel abbezahlen, die Arbeitslosenrate ist hoch, die alte Machtelite abgesetzt, die Banken sind verstaatlicht. Und Island berappelt sich. Weil es auf alte Stärken und traditionelle Tugenden setzt: auf erneuerbare Energien, Fischfang, Solidarität und Bildung? Oder einfach, weil es jetzt von Frauen geführt wird? Ist die Insel ein Modellfall der Finanzkrise?

Zeit: 14.04.2009, 17:05

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