Ausstellung von Darri Lorenzen in der Krome Gallery Berlin

Eröffnung: Freitag 11. Dezember 2009, 18 – 21 Uhr

Die Ausstellung wird vom 12. Dezember bis zum 30. Januar 2010 gezeigt.

Krome Gallery präsentiert mit „In Point of Fact“ eine ortsspezifisch performative Ausstellung des isländischen Künstlers Darri Lorenzen (*1978).

Der Ausstellungsraum der Galerie wird zum realen und gleichzeitig virtuellen Protagonisten, indem Darri Lorenzen neben subtilen Eingriffen in die Architektur den Raum innerhalb einer vom Computer generierten, dreidimensionalen Simulation inszeniert. Im Zentrum des (realen) Raumes steht ein hölzerner, antiker Vitrinensockel, der aus dem Inventar der benachbarten, ehemaligen Karl-Marx-Buchhandlung stammt. Dieses Display- und Ausstellungs-Objekt wird zur Projektionsfläche (eines abwesenden Kunstobjekts) und ist gleichzeitig belebter Akteur in der Simulation – neben weiterem, sukzessive hinzukommenden Personal, bei dem es sich um die von einer Videokamera aufgenommenen Besucher im Laufe der Ausstellung handelt. Der Besucher wird so schließlich selbst Teil eines Wechselspiels sich verschiebender und überlappender Raum-, Zeit- und Körperwahrnehmungen.

Bereits während seines Studiums an der Kunstakademie in Reykjavik, das er 2000 abschloss, begann Darri Lorenzen performative Modelle und Strategien zur Erfahrung von Raum, Zeit und Körper zu entwickeln. Dies führte ihn in der praktischen Ausbildung zunächst zu dem Schwerpunkt auditiver Gestaltungstechniken, den er 2002–2003 unter anderem an der Interfaculty Image & Sound der Den Haager Kunstakademie vertiefte. Vor seinem Umzug nach Berlin 2005 realisierte Darri Lorenzen eine Vielzahl an performativen Projekten in Island, darunter insbesondere für The Living Art Museum. Seitdem entwickelte er weltweit Projekte für Einzel- und Gruppenausstellungen wie etwa in New York (Gallery Boreas, 2005), Belgien (Kunsthalle Loppem, 2006), Australien (Gallery BUS, Melbourne 2006), Istanbul (4th International Student Triennial, 2006), Italien (Project Gentili, Prato 2007), Basel (Uovo Open Office, 2008), Reykjavik (Experiment Marathon, kuratiert von Hans Ulrich Obrist, 2008), Norwegen (5th Biennial of Contemporary Art, Moss 2009). Darri Lorenzen erhielt mehrere Stipendien des Center for Icelandic Art, Reykjavík sowie den Dungal Kunstpreis 2007. Er ist in der Sammlung Thyssen-Bornemisza, Wien vertreten, sowie in Publikationen wie CABINET Magazine #27, 2007 (kuratiert von Walead Beshty), Younger than Jesus: Artist Directory (Phaidon Press, 2009), Icelandic Art Today (Hatje Cantz, 2009). Aktuell ist ein Audiobeitrag von Darri Lorenzen in der Ausstellung „Zeigen, an audiotour“ in der Temporären Kunsthalle Berlin zu hören.

Parallel zu „In Point of Fact“ entsteht in Zusammenarbeit von Darri Lorenzen, Kathrin Meyer (THE OFFICE, Berlin) und dem Grafikdesigner John McCusker (Vaguely Contemporary, Berlin) ein eigenständiges Booklet zur Ausstellung, das in Text und Gestaltung Darri Lorenzens Umgang mit Raum reflektiert. Zum Erscheinen der Publikation im Januar 2010 folgen weitere Informationen.

Krome Gallery, Karl-Marx-Allee 82, 10243 Berlin.

Nähere Informationen: http://www.krome-gallery.com/.

 



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