Ausstellung "Der späte Blick" bis 16. Dezember verlängert!

Aufgrund des begeisterten und großen Publikumszuspruchs wurde die Ausstellung „Der späte Blick“ - Fotografien aus dem Nachlass des 1998 verstorbenen isländischen Literatur-Nobelpreisträgers Halldór Laxness – bis einschließlich 16. Dezember verlängert.

Halldór Laxness ist der bekannteste isländische Schriftsteller des 20. Jahrhunderts. 1955 bekam er den Nobelpreis für Literatur verliehen. Sein Leben umspannte fast das ganze Jahrhundert, von 1902 bis 1998. Seine schriftstellerische Karriere war extrem facettenreich, er experimentierte stilistisch – und weltanschaulich.

Im Frühjahr dieses Jahres wurde Laxness privates Fotoarchiv wieder aufgefunden. Die von Matthias Wagner K kuratierte und organisierte Ausstellung „Der späte Blick“ zeigt als Weltpremiere diese Fotografien – snapshots aus der Hand des Reisenden, des Liebhabers und Ehemanns, des Familienvaters und Freundes Halldór Laxness und derer, die ihn auf seinen Reisen und im Leben begleitet haben. Es sind Fotografien die Zeichen des privaten Lebens in sich tragen – oder anders: private Fotografie als visuelles Gedächtnis einer Lebensgeschichte, die geprägt war von den Wechselbeziehungen zwischen Familie, Politik und einer Karriere als Schriftsteller.

Anlässlich der Eröffnung der Ausstellung „Der späte Blick“ am 9. Oktober stellte Halldór Gudmundsson im Alten Pfandhaus im Gespräch mit Thomas Böhm (Literaturhaus Köln) erstmals die deutsche Übersetzung seiner großen Biografie des isländischen Nobelpreisträgers Halldór Laxness vor. Darin zeichnet Gudmundsson das Leben des Weltschriftstellers und Idealisten Laxness nach, der sich in seinem Werk den Herausforderungen des 20. Jahrhunderts stellte: der Suche nach universalen Werten angesichts des 1. und 2. Weltkrieges, dem sowjetischen Kommunismus, dem Sirenengesang Amerikas und nicht zuletzt dem Handikap, in einer seltenen Sprache zu schreiben. Gudmundssons nunmehr zweite Laxness-Biografie – die unter anderem auch die zahlreichen Verbindungen Laxness zu Deutschland und deutschen Schriftstellern nachzeichnet - wurde mit dem Isländischen Literaturpreis und dem Preis der Buchhändler ausgezeichnet und von der Kritik sowohl als wissenschaftliche Meisterleistung als auch als "absolut unterhaltsam und äußerst lesbar" (Morgunbladid) gefeiert.

Öffnungszeiten:

Mo – Sa von 16 – 18h, sowie an allen Veranstaltungstagen bis 22h

Lange Nacht der Kölner Museen am Sa. 3. Nov. 2007

geöffnet von 19 – 03 h !

 

Ort:  "Altes Pfandhaus” Köln

 

Adresse / Informationen:

Altes Pfandhaus GmbH, Karthäuserwall 20, 50678 Köln

Tel.: +49-221-2783685, www.altes-pfandhaus.de

Veranstalter:

Literaturhaus Köln & C.A.T

Veranstaltungspartner:

btb Verlag, Botschaft der Republik Island, Halldór Gudmundsson,

Gljúfrasteinn-Laxness Museum

Idee:

Matthias Wagner K. Regina Wyrwoll

Kurator:

Matthias Wagner K

Gefördert von:

Kunststiftung NRW, Stadt Köln, SK Stiftung Kultur - Förderprogramm



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