10 Jahre Nordische Botschaften: Podiumsdiskussion zum Thema Klimaschutz am 6. Oktober in Berlin

Anlässlich des zehnjährigen Jubiläums der Nordischen Botschaften in Berlin laden die

Botschaften von Dänemark, Finnland, Island, Norwegen und Schweden

gemeinsam mit dem

Wissenschaftlichen Beirat der Bundesregierung Globale Umweltveränderungen (WBGU)

zu einer Diskussion ein:

„DEUTSCHE UND NORDISCHE ANSÄTZE FÜR EINEN ERFOLGREICHEN KLIMASCHUTZ"

Dienstag, 6. Oktober 2009, 19:00

im Felleshus der Nordischen Botschaften

Rauchstraße 1, Berlin-Tiergarten

PROGRAMM

19:00 Begrüßung

Ólafur Davidsson, Botschafter von Island

19:10 Impulsreferat

Kassensturz für den Weltklimavertrag – Der Budgetansatz

Dr. Inge Paulini, Generalsekretärin des WBGU

19:30 Podiumsdiskussion

Outi Berghäll (FIN), Finnische Chefunterhändlerin für Klimafragen 2000 – 2007

Dr. Camilla B. Froyn (NO), Erste Ministerialdirigentin im Norwegischen Finanzministerium

Mikael Hannus (SE), Vice President Energy StoraEnso

Thomas Færgeman (DK), Leiter des Umwelt-Think Tanks Concito

Moderation: Hans Jessen, Radio Bremen

Im Anschluss Empfang. Die Diskussion findet in englischer und deutscher Sprache mit Simultanübersetzung statt.

Um Anmeldung wird gebeten bis zum 2. Oktober unter Telefon 030 50 50-0 oder info@nordischebotschaften.org.

HINTERGRUND

Der Klimagipfel in Kopenhagen steht kurz bevor. Der Erwartungsdruck an das Ergebnis ist hoch, die Verhandlungen kommen indes nur schwierig voran. Jede zeitliche Verzögerung macht die Vermeidung gefährlicher Klimaänderungen immer schwieriger. Um die Aushandlung eines neuen Klimavertrages zu erleichtern, hat der Wissenschaftliche Beirat der Bundesregierung Globale Umweltveränderungen (WBGU) einen neuen Ansatz entwickelt.

Zentraler Bestandteil ist dabei die Einigung der Staatengemeinschaft auf eine Obergrenze für die noch zu emittierende Gesamtmenge an Kohlendioxid bis zum Jahr 2050, um die globale Erwärmung auf 2°C zu begrenzen. Da jedem Menschen gleiche Emissionsrechte zustehen sollten, wird diese Menge Kohlendioxid gemäß der Bevölkerungsstärke auf die einzelnen Staaten verteilt. Daraus ergeben sich nationale Emissionsbudgets, aus denen Reduktionsverpflichtungen für einzelne Staaten abgeleitet werden können. Alle Staaten wären auf dieser Grundlage gefordert, nachhaltige und überprüfbare Strategien für eine klimaverträgliche Wirtschaftsweise zu entwickeln.

Welche Konsequenzen ergeben sich daraus für die nordischen Länder und Deutschland? Wie können sie die internationalen Klimaschutzverhandlungen befördern? Wie können die notwendigen Finanzmittel für die Transformation in Richtung einer klimaverträglichen Wirtschaftsweise mobilisiert werden? Wie gut sind die nordischen Länder und Deutschland für den erforderlichen Wandel gerüstet?

Mit der Diskussion am 6. Oktober eröffnen die Nordischen Botschaften außerdem ihre gemeinsame Ausstellung

Kreative Energie. Nordische Ideen für den Klimaschutz

Zu sehen von Oktober bis Dezember im und am Felleshus.



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