26.02.2014

The Weather Diaries. 3rd Nordic Fashion Biennale 22. März – 22. Juni 2014

Ausstellungseröffnung: Freitag, 21. März 2014, 19 Uhr
Nach Reykjavík und Seattle wird von März bis Juni 2014 Frankfurt am Main Austragungsort der 3rd Nordic Fashion Biennale des Nordic House Iceland sein, die junge NachwuchsmodemacherInnen und etablierte DesignerInnen aus Grönland, Island und von den Färöer-Inseln vorstellt. Im Herzen der Biennale steht die Ausstellung The Weather Diaries im Museum Angewandte Kunst, sie wird ergänzt durch ein internationales Symposium, Workshops und Events. (Foto: Nordic House Iceland, Designer: Kría (IS)).
 
Raue Natur und extremes Wetter prägen das tägliche Leben und die Imaginationen der Bewohner der nordischen Länder. Weit genug von den Metropolen und Moden der Haute Couture entfernt, haben sie sich einen natürlichen Zugang zu den eigenen Ressourcen bewahrt, etwa in der Verwendung von Schafswolle auf den Faröer-Inseln und Island oder Polarfuchsfellen, Fischhaut und Robbenfell in Grönland. Traditionelle Materialien, Techniken und Muster stehen als Teil der kulturellen Identität nicht im Widerspruch zur gegenwärtigen Mode und Kreativität der jungen DesignerInnen dieser Region.
Die Ausstellung The Weather Diaries stellt diese DesignerInnen einem internationalen Publikum vor und wirft in ihrer Betrachtung der west-nordischen Kreativität Fragen auf: Was heißt es, Designer an Orten zu sein, die den westlichen Metropolen mit ihren immer wechselnden Moden so fern zu sein scheinen? Was bedeutet in diesem Zusammenhang Nachhaltigkeit? Und welche Rolle spielt im aktuellen Schaffen dieser DesignerInnen der Erhalt des kulturellen Erbes?
Im Zentrum des Interesses stehen neben den Entwürfen vor allem die Inspirationsquellen und Konzepte der DesignerInnen, die sie in zumeist eigens für die Frankfurter Ausstellung angefertigten Arbeiten vorstellen. Neben der Präsentation von Bekleidung sind räumliche und auditive Installationen sowie ein Film des Färöer Künstlerduos Rammatik und am Eröffnungsabend eine Performance der Isländerin Hrafnhildur Arnardóttir, a.k.a. Shoplifter zu erleben. Alle diese Arbeiten bewegen sich zwischen Design und Kunst. In enger Zusammenarbeit mit den DesignerInnen haben die Kuratorinnen der Ausstellung, Sarah Cooper und Nina Gorfer, die Bekleidung und Objekte inszeniert und atmosphärisch fotografiert. Ihre von der romantischen Malerei des 18./19. Jahrhunderts beeinflussten Bilder begleiten den Besucher auf seiner Reise durch die Ausstellung. The Weather Diaries taucht dabei tief in die Welten der GestalterInnen des hohen Nordens ein, erzählt Geschichten über Mode und ihre Funktion als Ausdruck kultureller Identität jenseits ausgetretener Pfade, Geschichten aus einer Welt, die vom Wetter bestimmt wird.
 
Zur Ausstellung The Weather Diaries erscheint ein umfangreiches Buch der Fotografinnen
und Kuratorinnen Sarah Cooper und Nina Gorfer im GESTALTEN Verlag. Mit Beiträgen von
Matthias Wagner K, Mahret Kupka, einem fotografischen Essay der Fotografinnen, einer
Dokumentation des Entstehungsprozesses der Fotografien sowie Interviews mit den
DesignerInnen der Ausstellung. Zur Eröffnung am 21. März gibt es die Möglichkeit, das Buch
von den Fotografinnen handsignieren zu lassen.
Die Ausstellung konnte dank der freundlichen Unterstützung des Kultur Kontakts Nord, des
Nordic House der Färöer Inseln, des NAPA Institutes in Grönland, des Isländischen
Kultusministeriums, des Nordisk Kulturfonds, des Swedish Arts Council, der isländischen
Botschaft in Berlin und des Kulturamtes der Stadt Frankfurt umgesetzt werden.
Mit:
Mundi Vondi (IS), STEiNUNN (IS), JÖR by Guðmundur Jörundsson (IS), Kría (IS), Hrafnhildur
Arnardòttir a.k.a. Shoplifter (IS), Guðrun & Guðrun (FOE), Barbara í Gongini (FOE), Rammatik
(FOE), Bibi Chemnitz (GL), Najannguaq Lennert (GL), Nikolaj Kristensen (GL) und Jessie
Kleemann (GL)
 
(Presseinformation)

 



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