27.06.2013

Offizieller Staatsbesuch des isländischen Präsidenten in Deutschland mit fulminantem Auftakt

     
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Auf Einladung von Bundespräsident Joachim Gauck kommt der  isländische Staatspräsident Ólafur Ragnar Grímsson vom 25. – 28. Juni zum offiziellen Staatsbesuch nach Deutschland.
Begleitet wird er von seiner Frau Dorrit Moussaieff und Außenminister Gunnar Bragi Sveinsson, sowie einer Delegation mit Vertretern aus Kultur, Wirtschaft und Wissenschaft.
Der offizielle Besuch begann in Berlin am Dienstag, dem 25. Juni,  und führt dann in zwei Bundesländer, Bremen/Bremerhaven und Sachsen.
Am Montagabend gab es einen fulminanten Auftakt mit 350 Gästen im Studio des renommierten Künstlers Ólafur Elíasson, der u.a. die Fassade für das neue Konzerthaus Harpa in Reykjavik gestaltet hat und dessen Studio in Berlin-Mitte Kreative aus aller Welt anzieht. 
In Berlin wurde der isländische Präsident von Bundespräsidenten Joachim Gauck mit militärischen Ehren im Schloss Bellevue begrüßt. Dort fanden auch die offiziellen Gespräche mit dem Bundespräsidenten und das Staatsbankett statt. Der Präsident und der Außenminister haben in Berlin Gespräche mit  Bundestagspräsident Norbert Lammert und mit Bundeskanzlerin Angela Merkel  geführt. Zudem gab es ein Gespräch des Außenministers mit Bundesaußenminister Guido Westerwelle, und im Anschluss daran eine kurze Pressekonferenz.
Neben den politischen Themen ging es in Berlin auch um für beide Länder relevante Wirtschaftsthemen und Projekte der internationalen Zusammenarbeit.  Am 26. Juni fand eine Konferenz zum Thema Erneuerbare Energien statt, wo Island als Vorreiter im Bereich Geothermie und Technologie-Transfer gilt und Experten beider Länder Kooperationsprojekte und Möglichkeiten internationaler Zusammenarbeit diskutiert haben. Anschließend stellten sich einige der führenden Unternehmen Islands und renommierte Kultureinrichtungen im Gemeinschaftshaus der Nordischen Botschaften vor. Beim Besuch des Nordeuropa-Instituts der Humboldt-Universität in Berlin wurden wissenschaftliche Forschungsprojekte vorgestellt und im Rundtischgespräch über die Ausrichtung des Sprachunterrichts diskutiert.
In Bremen wird der Präsident von  Bürgermeisterin Karoline Linnert empfangen. Im historischen Rathaus trägt sich der Präsident in das Goldene Buch der Stadt Bremen ein. Nach Wirtschaftsgesprächen in Bremen zum Thema Logistik und Häfen reist die Delegation dann weiter nach Bremerhaven.  Nach einer Besichtigung des viertgrößten Containerhafens in Europa mit der längsten Kaje der Welt und anschließenden Gesprächen des Präsidenten mit Vertretern aus der Hafenwirtschaft, führt die Fahrt dann zum Alfred-Wegener-Institut. Dort wird es ein  Rundtischgespräch mit Wissenschaftlern des Instituts zum Klimawandel und dessen Auswirkungen auf die Polargebiete geben – Themen, die den Präsidenten besonders interessieren und die für Island angesichts der exponierten geographischen Lage existentiell sind. Im Deutschen Schifffahrtsmuseum Bremerhaven trifft sich dann die Fischwirtschaft beider Länder, um über Fragen der nachhaltigen Fischerei und die Rolle von Wissenschaft und Technologie für die langfristige Sicherung der Meeresressourcen zu diskutieren. 
In Leipzig wird der Präsident vom Ministerpräsident Sachsens, Stanislaw Tillich, empfangen. Sachsen und Island verbinden weit zurückreichende kulturelle Beziehungen und Leipzig war die Wiege für die  Entwicklung der isländischen Musikkultur. Der Präsident wird daher in Leipzig an einem breit gefächerten kulturellen Programm teilnehmen. 
An der Universität Leipzig wird er einen Vortrag über das Zusammenwirken von Demokratie und Marktwirtschaft halten.  An der Musikhochschule Leipzig werden zahlreiche isländische Komponisten, die dort Ihre Ausbildung erhalten haben, mit einer musikalischen Matinee  geehrt. Anschließend enthüllt der Präsident eine  Gedenktafel für den isländischen Poeten  Jóhann Jónsson, der in Leipzig gelebt und gewirkt hat, an dessen ehemaligem Wohnsitz. Das Programm des Staatsbesuches in Deutschland endet in der Nikolaikirche der Stadt Leipzig, dem Symbol für die Wiedervereinigung und dem Sieg der Demokratie. Mit dem Besuch dieses geschichtsträchtigen Ortes schließt sich Kreis des Besuches. (Foto: Rut Sigurðardóttir)
 
Kontakt: A. Edda Jökulsdóttir, edda@mfa.is
 


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