07.05.2013

"Die Flateyjarbók und der Anfang ihrer Óláfs saga helga" - Mediävistische Vorlesung am 14. Mai

 

Der Gastvortrag "Die Flateyjarbók und der Anfang ihrer Óláfs saga helga"  von Kolbrún Haraldsdóttir findet am 14. Mai 6. Februar um 18 Uhr statt.
 
Die Flateyjarbók ist als zusammenhängende Geschichte Norwegens
konzipiert, wobei dieses Geschichtswerk aus den Biographien einzelner
Könige und viel anderem Stoff zusammengesetzt ist. Eine der vier
Königsbiographien, die den Grundstock dieser Geschichte Norwegens
bilden, ist die Óláfs saga helga. In der Óláfs saga helga hat Jón Þórðarson,
einer der beiden Schreiber/Redaktoren der Flateyjarbók, ein Manuskript
der sogenannten selbständigen Óláfs saga helga, die Snorri Sturluson
zugeschrieben wird, benutzt; in den Text dieses Manuskripts waren bereits
Abschnitte aus der Óláfs saga helga des Styrmir fróði Kárason eingefügt.
Der Anfang der Óláfs saga helga in der Flateyjarbók läßt jedoch
erkennen, daß Jón Þórðarson außerdem auch noch ein Manuskript der
Óláfs saga des Styrmir verwendet hat und daß sich der Text dieser Styrmisbók
von dem Text jener Styrmisbók, aus dem die Interpolationen in
Jóns Manuskript der selbständigen Óláfs saga helga stammten, unterschieden
hat. Dies zeigt, daß viele verschiedene Óláfs sagas existiert haben
– die Óláfs saga helga war mit anderen Worten ein „unfester Text“.

 

Universitätsgebäude am Hegelplatz
Dorotheenstr. 24, Raum 3.118


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