05.05.2011

Eröffnung der Buchpräsentation / Vernissage der isländischen und in Österreich lebenden Künstlerein Thelma Herzl am 9. Mai 2011, um 19 Uhr, im Fotomuseum Westlicht

Am 9. Mai 2011 präsentiert das Fotomuseum WestLicht das neueste Werk der isländischen Künstlerin Thelma Herzl.
Wo das Auge für gewöhnlich nur Chaos und Zerstörung sieht, entdeckt sie am Rande des Vulkans Eyjafjallajökull fragile Schönheit. Die vergängliche Struktur unendlich vieler Ascheformationen werden in diesem Buch zu einem einzigartigen Gesamtkunstwerk verbunden.
ASKA sprengt die Grenzen des herkömmlichen „Asche-Begriffs“, schafft ganz neue Perspektiven und löst ungeahnte Assoziationen aus.

Von Finanzkrise und Aschewolke inspiriert
Die große Finanzkrise, die schon vor ihrem Ausbruch einige Zeit wie ein Lavastrom im Erdinneren brodelte, brach in Europa interessanterweise zuerst auf der Vulkaninsel Island aus. Und wie bei einem gewaltigen Vulkanausbruch wurden unglaubliche Vermögens-und Kapitalwerte sowie ganze Existenzen auf Island und der restlichen Welt vernichtet. Ein Jahr später zeigte die Nordatlantikinsel abermals was für Kräfte von ihr aus wirken: Der Vulkan Eyjafjallajökull schleuderte eine kilometerhohe Aschewolke in die Luft, die für mehrere Tage fast den gesamten Flugverkehr in Europa lahm legte.
Von diesen weltbewegenden Ereignissen inspiriert, suchte Thelma Herzl im Sommer 2010 den Vulkan auf und entdeckte am Rande des Eyjafjallajökull unerwartete Ascheformationen, deren einzigartige Schönheit und mystische Strahlkraft die Künstlerin in ihren Bann zogen.

Positive Kraft und Erneuerung
Die aufgenommenen Fotografien und das daraus entwickelte Kunstbuch „ASKA“ vermitteln nicht nur neue Perspektiven und Interpretationen der beiden weltbewegenden Ereignisse, sie versprühen vorsichtigen Optimismus und lassen erkennen, wie aus der ursprünglich destruktiven Asche, Neues in ungeahnter Dynamik entsteht.

Thelma Herzl
Thelma Ingvarsdottir wuchs in Reykjavik auf. Über Kopenhagen, Paris und London fand sie Anfang der 1970er ihren Lebensmittelpunkt in Österreich.
Das Erleben der Landschaft Islands während ihrer Kindheit ist die Wurzel von ihrer ästhetischen Entwicklung. Die Möbeldesigns der 80er und 90er Jahre der Künstlerin sind bereits geprägt von
einer klaren Schlichtheit und den starken Kontrasten der Vulkaninsel. Danach entstanden, neben Bildern und Collagen auch skulpturale Objekte aus Metall, die internationale Beachtung fanden.

Das Landartprojekt „Metal Dreams“ führte Thelma 2003 auch physisch zurück in die Landschaft der Vulkaninsel und wurde sowohl in der Neuen Galerie Graz als auch im Mimara Museum in Zagreb ausgestellt.
Das gleichnamige Buch wurde 2004 für den Deutschen Fotobuchpreis nominiert.
Aktuell liegt nun die Bilderserie „Aska – Formationen isländischer Vulkanasche“ vor.

Ausstellungsdauer: 10.-12. Mai 2011

Di, Mi, Fr: 14-19 Uhr / Do: 14-21 Uhr / Sa, So, Fei: 11-19 Uhr

Westlicht Schauplatz der Fotografie, Westbahnstrasse 40, 1070 Wien

www.westlicht.com





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